5 Wege zur Vermeidung von Burnout am Arbeitsplatz

Burnout am Arbeitsplatz war schon immer ein Phänomen, mit dem sich Arbeitgeber auseinandersetzen mussten. Aber die Arbeitnehmer von heute berichten, dass sie noch stärker überlastet, frustriert und unzufriedener denn je sind. Tatsächlich zeigt eine entsprechende Studie, dass Burnout im Beruf bis zu 50 % der gesamten Mitarbeiterfluktuation zu verantworten hat.

Hier bei SurveyMonkey haben wir vor Kurzem eine eigene Umfrage durchgeführt, um die Statistiken zum Burnout am Arbeitsplatz und die beeinflussenden Faktoren genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit Hilfe unserer spezialisierten Umfragetechniken haben wir Tausende von Beschäftigten zu berufsbedingtem Burnout befragt und festgestellt, dass sich 47 % von ihnen in den vergangenen sechs Monaten ausgebrannt gefühlt haben.

Anhand des Feedbacks aus unserer Umfrage haben wir die folgende Liste mit fünf grundlegenden Strategien zusammengestellt, die Sie zur Reduzierung von Burnout am Arbeitsplatz in Ihrer Organisation einsetzen können.

1. Erhöhen Sie die Berufliche Zufriedenheit

Es mag naheliegend erscheinen, aber Beschäftigte, die sich als beruflich zufrieden einschätzen, sind mit ihrer Arbeit glücklicher und haben eine weitaus geringere Wahrscheinlichkeit, ein Burnout zu erleben. Zwar hat jeder Mitarbeiter andere Vorstellungen, wenn es um die berufliche Zufriedenheit geht, aber wir haben in unserer kürzlich durchgeführten Umfrage einige klare Trends festgestellt. Zur Erhöhung der beruflichen Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter können Sie Folgendes beitragen:

  • Zahlen Sie Ihren Beschäftigten einen fairen Lohn. Von denjenigen, die sich ausgebrannt fühlten, antworteten nur 55 %, dass sie für ihre Arbeit gut entlohnt würden, während 72 % der Befragten, die sich nicht ausgebrannt fühlten, sich fair entlohnt fühlten.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern ein Mitspracherecht. Von den Beschäftigten, die antworteten, dass sie keinen Einfluss darauf haben, wie ihre Arbeit erledigt wird, fühlten sich 68 % ausgebrannt, weitaus mehr als die 47 % unter allen Befragten.

2. Fördern Sie persönliches Engagement

Mitarbeiterengagement ist unter Personalfachleuten zum neuesten Schlagwort geworden, und das aus gutem Grund: Das Mitarbeiterengagement ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gesunde Arbeitskultur und führt zu glücklicheren, produktiveren Mitarbeitern, die weniger Fehlzeiten bei der Arbeit haben. Hier einige Strategien, wie Sie zur Erhöhung des Mitarbeiterengagements beitragen können:

  • Fördern Sie zwischenmenschliche Beziehungen. Von den Beschäftigten, die das Gefühl hatten, am Arbeitsplatz niemanden zu haben, der sich um sie kümmert, fühlten sich 72 % ausgebrannt, während 92 % der Personen, die nicht ausgebrannt waren, angaben, dass sie am Arbeitsplatz jemanden hätten, der sich um sie kümmert.
  • Verbessern Sie die Work-Life-Balance. Von den Mitarbeitern, die nicht in der Lage waren, ihre zahlreichen beruflichen und privaten Verpflichtungen miteinander in Einklang zu bringen, meinten 80 %, sich ausgebrannt zu fühlen.
  • Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass sie wichtig sind. Von den Beschäftigten, die sich ausgebrannt fühlten, sagten nur 56 %, dass ihr Vorgesetzter ihre besten Interessen im Auge hätte.

3. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern eine transparente Zukunft

Heute wollen die Mitarbeiter mehr als eine feste 5-Tage-Woche oder einen 8-Stunden-Arbeitstag. Was Mitarbeitern am Arbeitsplatz derzeit am meisten am Herzen liegt, ist eine größere Flexibilität wie etwa Homeoffice, 4-Tage-Wochen und/oder flexible Arbeitszeiten, sodass sie morgens früher oder später anfangen können und nicht von 9 bis 17 Uhr im Büro sein müssen – solange sie die entsprechende Anzahl Stunden arbeiten.

  • Zeigen Sie eine klare Unternehmensmission. Von den Mitarbeitern, die kein Vertrauen in die Strategie ihres Unternehmens hatten, gaben 76 % als Antwort, dass sie sich ausgebrannt fühlten.
  • Sorgen Sie für offene und ehrliche Führung. Bei den Beschäftigten, die nicht das Gefühl hatten, dass die Führung offen und ehrlich ist, lag die Burnout-Rate bei 73 %.
  • Bieten Sie einen klaren Weg für berufliche Weiterentwicklung. Für Mitarbeiter, die keinen klaren Weg für die berufliche Weiterentwicklung sahen, ergab sich eine Burnout-Rate von 70 %.

4. Geben Sie allem einen Sinn

In der heutigen Arbeitswelt kommt es vor allem bei den Millennials darauf an, Sinnvolles zu tun. In Unternehmen mit einer ausgeprägten Sinngebung und einer werteorientierten Arbeitskultur ist es wahrscheinlicher, dass die Burnout-Rate der Beschäftigten niedriger ist.

  • Erteilen Sie sinnvolle Arbeitsaufträge. 94 % der Mitarbeiter, die ihre Arbeit als sinnvoll empfanden, fühlten sich in den letzten 6 Monaten nicht berufsbedingt ausgebrannt, während 75 % der Beschäftigten, die in ihrer Arbeit keinen Sinn sahen, sich ausgebrannt fühlten.
  • Bewirken Sie, dass Ihre Mitarbeiter stolz darauf sind, für Ihr Unternehmen zu arbeiten. 93 % der Mitarbeiter, die anderen stolz erzählen, wo sie arbeiten, haben sich in den letzten 6 Monaten nicht ausgebrannt gefühlt, während 80 % derjenigen, die nicht stolz auf ihre Arbeit sind, sich ausgebrannt fühlten.

5. Verringern Sie die Arbeitsbelastung Ihrer Mitarbeiter

Die Verringerung der Arbeitsbelastung Ihrer Mitarbeiter mag zwar kontraproduktiv erscheinen, doch in Wirklichkeit ist möglicherweise genau das Gegenteil der Fall. Wenn Sie – im angemessenen Rahmen – weniger von Ihren Beschäftigten fordern, werden diese möglicherweise zu produktiveren Mitarbeitern. Einer der Hauptgründe für berufsbedingten Burnout ist Stress, was häufig mit unnützer oder überwältigender Arbeitsbelastung zu tun hat. Von den Mitarbeitern, die berichteten, dass sie beruflich häufig im Stress waren, gaben 70 % an, dass sie sich ausgebrannt fühlten. Viel zu viele Mitarbeiter finden heutzutage, dass sie sogar außerhalb des Büros an Wochenenden und selbst während des Urlaubs arbeiten. Ein/e ausgebrannte/r Mitarbeiter/-in erledigt tatsächlich weniger – und die Wahrscheinlichkeit ist sehr viel größer, dass er/sie auf eine andere Stelle wechselt, bei der der Druck nicht so groß ist. Für Sie heißt das konkret: ein/e Mitarbeiter/-in weniger und insgesamt eine deutlich weniger produktive Lage. Um dem entgegenzuwirken, haben Sie unter anderem folgende Möglichkeiten:

  • Sorgen Sie für eine realistische Arbeitsbelastung. 32 % der Beschäftigten äußerten in einer Forbes-Studie, dass eine unzumutbare Arbeitsbelastung ein Hauptgrund für ihren berufsbedingten Burnout sei.
  • Verringern Sie die Anzahl der Überstunden und gewährleisten Sie die Einhaltung der Arbeitszeiten. 32 % der Beschäftigten gaben an, dass zu viele Überstunden und häufige Arbeit nach Feierabend ein Hauptgrund für ihren Burnout wären.
  • Genehmigen Sie Urlaub. Urlaub ermöglicht es den Beschäftigten, sich auszuruhen und sich zu regenerieren, damit sie nach ihrer Rückkehr tatsächlich produktiver sind.

Finden Sie heraus, ob Ihre Mitarbeiter mit ihrer Work-Life-Balance zufrieden sind, indem Sie ihnen eine Umfrage schicken.
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Auch wenn die Verringerung berufsbedingten Burnouts nicht von heute auf morgen geschehen kann und Sie möglicherweise nicht alle diese Strategien in Ihrem Unternehmen umsetzen können, so kann doch schon das Einbauen einiger dieser Strategien in Ihre Arbeitskultur eine sehr viel positivere Arbeitsatmosphäre schaffen.

Welche Strategien Sie auch immer umsetzen: Um berufsbedingten Burnout bei Ihren Mitarbeitern zu reduzieren, müssen Sie zunächst einmal ein Verständnis dafür entwickeln, wie Ihre Mitarbeiter ihr gegenwärtiges Arbeitsumfeld empfinden. Sie werden feststellen, dass wir bei SurveyMonkey ausführliche Informationen, flexible Vorlagen für Mitarbeiterbefragungen und eine Reihe von anpassbaren Produkten anbieten, mit denen Sie Burnout unter den Mitarbeitern Ihres Unternehmens reduzieren können.

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