Studie zu Gewalterfahrung von LSBTTIQ* in Sachsen

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die sich spezifisch mit vorurteilsbezogener Gewalt bzw. Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* und deren polizeilicher Erfassung im Bundesland Sachsen beschäftigen. Mit dieser Umfrage wollen wir, die LAG Queeres-Netzwerk Sachsen e.V. in Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida, einen ersten Schritt gehen, um diese Lücke zu schließen.

Vorurteilsmotivierte Gewalt wird laut einem Bericht („Primäre Prävention von Gewalt gegen Gruppenangehörige“) des Deutschen Forum Kriminalprävention (DFK) als eine Gewalthandlung angesehen, welche „gegen eine Person oder gegen eine Sache allein oder vorwiegend […] [aufgrund von Rassismus] , der Religion, der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, der politischen oder sexuellen Orientierung, des Alters oder der geistigen oder körperlichen Behinderung dieser Person oder des Eigentümers oder Besitzers dieser Sache gerichtet ist’“ (DFK/BMJ 2003, S. 12). Das heißt, aufgrund von Vorurteilen bezüglich bestimmter Merkmale werden Menschen Opfer von Gewalt und Übergriffen.


Mit den Ergebnissen schaffen wir eine wissenschaftliche Diskussionsgrundlage über Hasskriminalität, geeignete Hilfen und einen angemessenen Opferschutz in Sachsen. Diese Grundlage bietet der LAG Queeres-Netzwerk Sachsen e.V. die Möglichkeit, sowohl mit der sächsischen Politik als auch der sächsischen Polizei über benannte Thematik ins Gespräch kommen zu können.

Um erste Erkenntnisse zu sammeln, möchten wir daher:

1. erfassen, was Ihr als vorurteilsmotivierte Übergriffe an Euch wahrgenommen habt.

2. wissen, ob eine Anzeige bei der sächsischen Polizei erfolgte.

3. erfahren, welche Erfahrungen Ihr ggf. in dem Anzeigeverfahren gemacht habt oder was Ihr für diesen Schritt gebraucht hättet.


Menschen, die sich asexuell/ace/demisexuell/greysexuell etc. verorten, sind ausdrücklich ebenfalls eingeladen, sich an der Studie zu beteiligen.


Wir wissen um die Brisanz und die Sensibilität der Fragen. Das Beantworten einzelner Fragen kann eventuell belastend sein. Bitte achtet auf Eure Grenzen und holt Euch ggf. Unterstützung aus Eurem Umfeld. Alles was Ihr schreibt, wird anonym erhoben und verwendet. Wir erheben keinerlei Informationen, die uns Eure persönliche Identifikation ermöglichen würden. Das Ausfüllen des Fragebogens wird ca. 10-15 Minuten dauern. Die Beantwortung des Fragebogens ist natürlich freiwillig und kann jederzeit abgebrochen werden. Auswerten können wir nur vollständig ausgefüllte Fragebögen.

Alle Daten werden nach Ablauf der gesetzlichen Fristen unwiderruflich vernichtet.

Die Studie wird von der LAG Queeres Netzwerk Sachsen verantwortet. Die LAG wurde 2016 als Dachverband der sächsischen Organisationen und Vereine gegründet, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und inter*-geschlecht-lichen und queeren Menschen in Sachsen einsetzen. Die Studienkonzeption, -durchführung und -auswertung erfolgt durch Sabine Fraede und Peggy Gruna sowie in Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida (Prof.in Dr.in phil. Gudrun Ehlert, Prof.in Dr.in phil. Asiye Kaya).

Mit der Beantwortung des Fragebogens stimmst du der Datenschutzerklärung von Surveymonkey zu. Diese kannst du hier einsehen: https://www.surveymonkey.de/mp/legal/privacy-policy/ .

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