Der standardisierte Fragebogen

So erhalten Sie statistisch zuverlässige Aussagen!

Vollstandardisierter Fragebogen

Umfragen und Fragebögen sind allgegenwärtig: Parteien befragen ihre Mitglieder, Gemeinden befragen ihre Bewohner, Firmen befragen ihre Mitarbeiter/-innen. Umfrageergebnisse führen mittlerweile meistens zu besseren Produkten, Lebensumständen oder verbesserten Angeboten. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte einer erfolgreichen Umfrage immer ein durchdachter Fragebogen zugrunde liegen. Dieser sollte die richtige Zielgruppe ansprechen, passende Fragen beinhalten und einfach auszuwerten sein. Empirische Fragebögen können in ihrer Strukturierung verschiedene Merkmale aufweisen. Man unterscheidet daher zwischen standardisierten (oder auch vollstandardisierten), teilstandardisierten und nicht-standardisierten Fragebögen. Einen Überblick über weitere Befragungsmethoden haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

Was ist ein standardisierter bzw. vollstandardisierter Fragebogen?

Über eine Standardisierung eines Fragebogens wird versucht, eine Vergleichbarkeit zwischen allen Befragten zu erreichen. Eine Standardisierung zieht bestimmte statistische Auswertungsverfahren nach sich. Mit der so gewonnen Stichprobe sollen Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit gezogen werden können. In einem standardisierten Fragebogen ist die Reihenfolge der Fragen exakt vorgegeben. Auch ihre genaue Formulierung ist vorher exakt festgelegt. Viele standardisierte Fragebögen enthalten überwiegend geschlossene Fragen. Also Fragen, die über eine Multiple-Choice-Funktion beantwortet werden müssen und keine Möglichkeit bieten, eigene Sätze zu formulieren. Diese können schnell mit einem Computerprogramm ausgewertet werden. Um Feedback von Kunden/-innen einzuholen, kommen dagegen auch offene Fragen zum Einsatz. Dies gilt vor allem Im Bereich der Marktforschung. Bei offenen Fragen sind keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Die Befragten sollen eigenständig formulieren können.  Eine standardisierte Befragung bietet sich an, wenn über ein bestimmtes Thema bereits Kenntnisse vorhanden sind und die standardisierte Umfrage ergänzend zum Einsatz kommt.
Hier sehen Sie einen Auszug aus einer unsere zahlreichen Vorlagen für standardisierte Fragebögen mit geschlossenen Fragen zum Thema Website-Feedback:

Standardisierter_Fragebogen

Vor- und Nachteile eines standardisierten Fragebogens in der Übersicht

VorteileNachteile
Möglichkeit, eine große Stichprobe zu untersuchenGeschlossene Fragen liefern keine Antwort auf bestimmte Probleme, wie z.B. Unzufriedenheit der Kunden  
Wenig Zeitaufwand und geringe KostenKeine Individualisierung möglich: Alle Befragten erhalten den gleichen Fragebogen
Quantifizierbare ErgebnisseKeine Vorschläge für Optimierung von Produkten oder Dienstleistungen 
Untersuchung von statistischen Zusammenhängen gut möglich 
Ausschalten von Interview-Effekten, dadurch hohe Validität

Teilstandardisierter Fragebogen

Sogenannte teilstandardisierte Fragebögen bieten den Befragten zusätzlich die Möglichkeit, Antworten oder Anregungen frei zu formulieren. Das heißt, der Fragebogen besteht aus standardisierten (geschlossenen) Fragen und zusätzlich z.B. einem Textfeld, in das die Befragten ihre Bemerkungen und Bewertungen eintragen können. Teilstandardisierte Fragebögen können zum Beispiel in einem Leitfadeninterview zum Einsatz kommen. Das mündliche Interview, das persönlich oder am Telefon stattfindet, orientiert sich dann an einem vorher festgelegten Schema mit festgelegten Fragen. Es bietet gleichzeitig aber auch Raum für Rückfragen an die Befragten. Die Befragten werden also durch die Fragen geleitet aber durch sie nicht eingeschränkt. 

Nicht-standardisierter Fragebogen

Bei der sogenannten nicht-standardisierten Befragung werden jeweils nur Themen oder Stichworte vorgegeben. Diese Erhebungsmethode kann zum Beispiel bei sogenannten Experteninterviews angewendet werden und gehört in den Bereich der qualitativen Forschung. Beim Experteninterview wird ein Experte mit speziellen Fachkenntnissen befragt, der zusätzlich über langjährige Berufserfahrung verfügt. Diese Interviewmethode findet sich häufig im Bereich der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung.

Eine nicht-standardisierte Fragetechnik ist auch das sogenannte narrative Interview. Hierbei stellt der Interviewende eine offen gehaltene Einstiegsfrage. Diese soll den Interviewpartner zum Erzählen anregen und dazu beitragen, die befragte Person besser kennen zu lernen. Der Interviewende hält sich im Laufe des Gespräches sehr zurück und stellt nur gelegentlich Verständnisfragen. Narrative Interviewtechniken werden oft bei Interviews mit Zeitzeugen/-innen eingesetzt.

Eine weitere nicht standardisierte Erhebungsmethode ist die Gruppendiskussion oder auch Fokusgruppe. Hierbei moderiert ein/eine Gesprächsleiter/-in die Unterhaltung einer homogen besetzten Gruppe von ca. 10 Personen. Die Beteiligten äußern im Rahmen der folgenden Diskussion ihre eigene Meinung und diskutieren mit den anderen Teilnehmern. Das Gespräch entsteht also aus sich selbst heraus und nicht anhand standardisierter Fragen.

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