Mitarbeiterengagement: Messen, auswerten und steigern

Zufriedene Mitarbeiter sind wichtig, aber wissen Sie auch, was für ein besseres und produktiveres Arbeitsumfeld und die Mitarbeiterbindung noch wichtiger ist?

Zufriedene Mitarbeiter sind wichtig, aber wissen Sie auch, was für ein besseres und produktiveres Arbeitsumfeld und die Mitarbeiterbindung noch wichtiger ist?

Jedes Unternehmen und alle Teamleiter träumen davon, nicht nur qualifizierte und leistungsstarke, sondern auch engagierte und motivierte Mitarbeiter zu haben. Und dennoch spielt das Thema Mitarbeiterbegeisterung oftmals bisher nur eine untergeordnete Rolle im Arbeitsalltag. Dabei gibt es gute Gründe und einfache Wege, das zu ändern.

Was ist Mitarbeiterengagement?

Mit dem Mitarbeiterengagement oder auch Employee Engagement wird eingeschätzt, wie sehr sich Angehörige eines Unternehmens bei ihrer täglichen Arbeit eingebunden und wertgeschätzt fühlen. Im Wesentlichen läuft es auf die Frage hinaus, ob die Mitarbeiter das Gefühl haben, an der Mission und dem Erfolg ihres Unternehmens beteiligt zu sein, und eine entsprechende Mitarbeitermotivation zur Beteiligung vorhanden ist. 

Bei einer Umfrage zum Mitarbeiterengagement wird also nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter gemessen. Es wird auch versucht festzustellen, wie sehr sie sich der Mission und dem Gelingen des Unternehmens verbunden fühlen. Insofern ist die Messung des Mitarbeiterengagements noch wichtiger als die der Zufriedenheit. Denn das Engagement ist nicht nur ein Indikator für die Unternehmensintegrität, sondern auch ein Ansatzpunkt für Verbesserungen.

Mitarbeiterfeedback

Warum sollte das Employee Engagement gemessen werden?

Wenn sich Mitarbeiter für ihre Arbeit begeistern, sind sie erfüllter und motivierter. Dies wiederum steigert die Produktivität – in manchen Fällen sogar um bis zu 22 %. Deswegen sind engagierte Mitarbeiter auch so wichtig für den Erfolg Ihres Unternehmens. Zahlreiche Studien belegen, dass eine engagierte Belegschaft das Unternehmen produktiver und damit auch profitabler macht. Und damit meinen wir keine Peanuts: Nach Angaben des amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Gallup erwirtschafteten Unternehmen mit stark engagiertem Personal eine um 147 % höhere Aktienrendite als Firmen ohne motivierte Arbeitnehmer. Solche Werte unterstreichen vor allem: Ambitionierte Unternehmen sollten nicht nur das Engagement ihrer Mitarbeiter messen, sondern sie können es sich gar nicht leisten, es nicht zu tun, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen.

Unterschied zwischen Mitarbeiterengagement und Mitarbeiterzufriedenheit

Es gibt zwar gewisse Überschneidungen zwischen diesen beiden Begriffen, aber das Engagement der Mitarbeiter definiert sich über deutlich mehr Dimensionen als die Mitarbeiterzufriedenheit. Anders gesagt: Ein engagierter Mitarbeiter ist im Zweifelsfall sehr zufrieden, aber nicht alle zufriedenen Mitarbeiter sind auch engagiert. Sie können jeden Tag ihren Job gut machen und mit den Aufgaben, Arbeitsbedingungen, der Arbeitsumgebung und der Bezahlung zufrieden sein, ohne eine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber zu haben oder sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. 

Welche Dimensionen motivierte Mitarbeiter genau ausmachen, ist unter Wissenschaftlern und Forschern sehr umstritten. Auf der Grundlage zusammengeführter Erkenntnisse aus verschiedenen einschlägigen Studien lässt sich jedoch feststellen, dass sich mit einer hochwertigen Umfrage zum Mitarbeiterengagement verschiedene Faktoren messen lassen. Hierzu gehören: 

  1. Verhalten von Führungskräften
    Mit einem effektiven Management steht und fällt die Mitarbeiterbegeisterung in Ihrem Unternehmen. Dabei geht es nicht nur darum, wie gut Vorgesetzte ihre Mitarbeiter behandeln und ob sie sich ethisch korrekt verhalten (was natürlich auch wichtig ist), sondern darum, eine wirksame Mitarbeiterführung auf allen Ebenen des Unternehmens zu installieren. Das bedeutet: Manager, die die Werte des Unternehmens festlegen, müssen diese auch gut kommunizieren und ihnen konsequentes Handeln folgen lassen. Eine gute Mitarbeiterbefragung misst diese Verhaltensweisen von Abteilungsleitern bis hinauf in die Chefetage. Genau dafür können Sie unsere Vorlage für Umfragen zur Managementleistung nutzen.
  2. Das Wesen der Tätigkeit
    Die meisten Menschen haben überhaupt kein Interesse an einem anspruchslosen Job. Sie bevorzugen Herausforderungen und Prüfungen bei ihrer täglichen Arbeit. Anspruchsvolle Tätigkeiten können für Mitarbeiter extrem motivierend sein – vorausgesetzt, sie können eindeutig erkennen, wie sich diese auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens auswirken. In Ihrer Umfrage zum Mitarbeiterengagement können Sie die Firmenangehörigen danach fragen, wie anspruchsvoll (und motivierend) ihre Arbeit ist und ob sie eine direkte Verbindung zwischen ihrer eigenen Leistung und der des Unternehmens erkennen können. Überforderung, sei es durch ein zu hohes Pensum oder zu schwierige Aufgaben, sollte jedoch vermieden werden. Diese kann nicht nur zu einer unausgewogenen Work-Life-Balance sowie erhöhten Fehlzeiten führen, sondern auch die Mitarbeitermotivation und das Engagement deutlich verringern. Denn niemand fühlt sich einem Unternehmen verbunden, von dem man sich ausgebeutet oder im Stich gelassen fühlt. 
  3. Berufliche Weiterentwicklung
    Ehrgeizige und qualifizierte Mitarbeiter sind eine tolle Sache. Sie können die am stärksten motivierten und produktivsten Mitglieder Ihres Teams sein, solange ihnen klar ist, wie Sie ihnen helfen können, auf der Karriereleiter weiter nach oben zu gelangen. Andernfalls besteht das Risiko, dass Ihnen diese Mitarbeiter verloren gehen. Klarheit in Sachen berufliches Fortkommen ist wichtig für die Mitarbeitermotivation, aber Sie müssen Ihr Team dabei auch unterstützen. Werden Ihre Mitarbeiter beispielsweise durch Weiterbildungsmöglichkeiten und Mentoring gefördert? Mit Mitarbeiterbefragungen können Sie herausfinden, ob Ihre Mitarbeiter klare Ziele für das Vorwärtskommen erkennen und die nötige Unterstützung erhalten, um diese Ziele zu erreichen.
  4. Stolz auf das Unternehmen
    Wenn Mitarbeiter auf ihren Arbeitgeber stolz sind, zeigt sich dies in der Regel. Sie agieren dann als loyale Anhänger und wollen sich am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Diese Einstellung spiegelt sich auch in ihrer Leistung wider: Wer stolz auf sein Unternehmen ist, der ist auch stolz auf seine Arbeit. Indem Sie diesen Stolz befeuern, sorgen Sie nicht nur dafür, dass Ihre Mitarbeiter zufrieden sind und das Betriebsklima gut ist. Die Mitarbeiter gehen außerdem hochkonzentriert an ihre Arbeit, koordinieren sich mit ihren Kollegen und stürzen sich mit Begeisterung auf die Lösung anstehender Probleme.
  5. Kollegen
    Selbstredend interagieren wir alle sehr häufig mit unseren Arbeitskollegen. Unabhängig von der Unternehmensgröße ist es wichtig, sich Gedanken über die Arbeitsbeziehungen Ihrer Mitarbeiter zu machen: wie sie interagieren, wie sie die Fähigkeiten ihrer Kollegen einschätzen und wo sie die Stärken und Schwächen der Belegschaft sehen. Die Art und Weise, wie Beschäftigte ihre Kollegen betrachten, kann erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsmoral, die Arbeitsatmosphäre und den Glauben an die Erfüllung der Unternehmensziele haben. Fragen in einer Umfrage für Mitarbeiter, die sich diesen Themen widmen, sollten einen erheblichen Teil aller Strategien zur Stärkung des Mitarbeiterengagements ausmachen.

Wie kann ich das Mitarbeitermanagement steigern?

Im Folgenden haben wir für Sie ein paar Ideen zum Mitarbeiterengagement zusammengestellt, die Sie ganz leicht in Ihrem Unternehmen umsetzen können, um die emotionale und psychologische Bindung Ihrer Belegschaft zu stärken. 

1. Beginnen Sie mit guten Führungskräften.

Der Startschuss für die meisten Dinge wird von oben gegeben und das Mitarbeiterengagement macht da keine Ausnahme. Führungskräfte zu haben, die auch selbst Engagement zeigen, ist daher entscheidend. Eine positive Arbeitskultur zeichnet sich durch starke, empathische Führungskräfte aus, die als Teil ihres Teams agieren. Gute Führungskräfte zeigen durchgängig eigenes Engagement und motivieren ihr Team, beständig nach hoher Leistung zu streben. Sie schaffen eine positive Arbeitsumgebung, in der sich die Mitarbeiter nicht nur für ihre eigene Produktivität, sondern auch für den Erfolg des Teams als Ganzes persönlich verantwortlich fühlen. Dies bildet die Grundlage von Unternehmen, die wesentlich erfolgreicher und gewinnbringender sind. 

  • Stellen Sie starke, motivierte Führungskräfte ein. Die Führungskräfte sind für mindestens 70 Prozent des Unterschieds hinsichtlich der Stärke des Mitarbeiterengagements verantwortlich.
  • Setzen Sie in Abstimmung mit Ihren Mitarbeitern realistische Ziele. Wenn die Mitarbeiter sich beim Aufstellen der Ziele persönlich eingebunden fühlen, fühlen sie sich auch dafür verantwortlich, diese Ziele zu erreichen – für sich selbst, für ihr Team und für ihr Unternehmen.
  •  Schaffen Sie Transparenz. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass die Führungskräfte offen, ehrlich und vertrauenswürdig sind, erhöht das die Zufriedenheit der Mitarbeiter um 94 Prozent. Eine kürzlich von uns durchgeführte Umfrage hat sogar ergeben, dass 48 Prozent aller Mitarbeiter eine transparente Führung als äußerst wichtig einstufen. Das passt gut zu den anderen Ergebnissen, denn Transparenz schafft eine offenere und kooperativere Teamatmosphäre.
  • Erhöhen Sie die Präsenz. Sowohl die allgemeine Führungsebene als auch die Geschäftsführung sollte für die Mitarbeiter sichtbar und erreichbar sein, damit die Mitarbeiter sich an sie wenden können. Auf diese Weise erhalten Mitarbeiter die Führung und Unterstützung, die sie für die reibungslose und effektive Ausübung ihrer Arbeit benötigen. 

2. Stellen Sie die nötigen Ressourcen bereit.

Eine der wichtigsten Grundlagen für Mitarbeiterengagement wird oft übersehen. Den Mitarbeitern müssen alle Tools zur Verfügung stehen, die sie zur erfolgreichen Ausübung ihrer Position und für eine echte Bindung an ihre Arbeit benötigen. 

  • Stellen Sie die nötige Infrastruktur bereit. Darunter fallen die Unternehmensprozesse und die Tools, die die Belegschaft zur Erledigung der ihr zugewiesenen Arbeit benötigt – und auch die organisatorischen Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung stehen. 
  • Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand der Technik. Die Technik entwickelt sich mit einer beispiellosen Geschwindigkeit weiter und immer mehr Arbeitnehmer – allen voran die Millennials – sind bereit, willig und fähig, die neusten Errungenschaften anzuwenden. Aber die Unternehmen halten nicht immer Schritt: Viele sind noch Techniken und Praktiken aus früheren industriellen Zeiten verhaftet, die immer weiter veralten. Die Folge? Frustrierte statt engagierter Mitarbeiter! 

3. Zeigen Sie Ihre Wertschätzung.

Eigentlich liegt es auf der Hand, aber in den modernen, geschäftigen Unternehmen wird tatsächlich viel zu oft übersehen, dass Mitarbeitern Wertschätzung entgegengebracht werden muss. Anerkennung durch die Führung und durch Kollegen ist die schnellste Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen, angespannte Beziehungen unter den Mitarbeitern zu verbessern und den Arbeitsplatz mit Dynamik zu füllen. 

  • Sprechen Sie Ihren Mitarbeitern öffentlich Ihre Anerkennung aus. Wenn Sie Mitarbeiter für ihre Leistungen und Beiträge loben, motiviert das nicht nur diese Mitarbeiter, ihre gute Arbeit fortzusetzen, sondern inspiriert auch andere, es ihnen gleichzutun. 
  • Danken Sie ihnen für ihre Arbeit und unterstützen Sie sie. Unsere Studien haben ergeben, dass Mitarbeiter, die sich von ihren Vorgesetzten unterstützt fühlen, zu 67 Prozent engagierter sind und mit höherer Wahrscheinlichkeit dem Unternehmen treu bleiben. Eine einfache Karte oder eine Notiz, in der Sie sich bei Mitarbeitern für die gute Arbeit bedanken, bewirkt viel mehr, als Sie denken. 

4. Stellen Sie die Zufriedenheit in den Mittelpunkt.

Wie bereits erwähnt: Engagement funktioniert nicht ohne Zufriedenheit. Und, was meinen Sie: Wie können Sie positiv auf die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter einwirken? 

  • Belohnungen helfen. Für einige reicht es, wenn sie Anerkennung für ihre Arbeit erhalten, andere brauchen konkretere Belohnungen. Klar, Gehaltserhöhungen sind immer willkommen, aber dafür fehlen Ihnen vielleicht die finanziellen Mittel. Andere Möglichkeiten der Belohnung können sein: ein Mittagessen im Restaurant mit dem Vorgesetzten, ein Korb voller Leckereien (diese müssen ja nicht teuer sein) oder kleine Geschenke wie Kinogutscheine oder iTunes-Karten. 
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern frei. Das umfasst Urlaubstage, Krankheitstage und andere arbeitsfreie Tage – alle führen zu weniger gestressten und damit gesünderen und glücklicheren Mitarbeitern. Arbeitszeitausgleich ist ein weiteres großartiges Mittel, Ihre Mitarbeiter nicht nur für ihre gute Arbeit zu belohnen, sondern ihnen die Zeit zu geben, die sie zur Erholung brauchen. Dann kommen sie voller Energie und Motivation zurück an den Arbeitsplatz, bereit, sich so produktiv wie möglich einzubringen. 

5. Beginnen Sie gleich am ersten Tag.

Zu viele Unternehmen überfrachten ihre neuen Mitarbeiter mit jeder Menge Papierkram und erstmal sinnlos erscheinenden Präsentationen. Nutzen Sie stattdessen das Interesse und die Begeisterung der Neueingestellten: Setzen Sie sie direkt an die Arbeit, stellen Sie sie ihren Kollegen vor und stellen Sie ihnen einen Mentor zur Seite, der ihnen alles Wichtige zeigen kann. Bereiten Sie ihnen das Gefühl, als neues Teammitglied willkommen und nicht nur „der Neue/die Neue“ zu sein. Das motiviert Neueinsteiger und verschafft ihnen einen positiven ersten Eindruck, der sie auf ihrem ganzen weiteren Weg in Ihrem Unternehmen begleiten wird.  

Welche Ideen zum Mitarbeiterengagement Sie auch letztlich implementieren: Sie möchten in der Lage sein, das Mitarbeiterengagement zu messen und Benchmark-Daten für den Vergleich Ihrer Ergebnisse mit denen anderer Unternehmen zu nutzen. Sie werden sehen, dass SurveyMonkey hilfreiche Mitarbeiterbefragungen, Vorlagen und Produkte anbietet, die Sie dabei unterstützen, Ideen für engagierte Mitarbeiter umzusetzen: für gesündere, glücklichere und aktivere Mitarbeiter!

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